Change Management

Überblick: Leistungsangebote rund um Change Management

Procedera setzt sich für eine starke Bank-Organisation ein. Dazu gehört ein Methodenkoffer für eine professionelle Umsetzung von Veränderungsprozessen im Unternehmen.

Die Kernleistungen von Procedera im Einzelnen:

  • Gezieltes Methodentraining zum Wissensaufbau im Change Management
  • Workshops zur Erarbeitung von Lösungen zu einer konkreten Problemstellung in einem Change-Projekt
  • Coaching von Führungskräften und Projektteams in laufenden Veränderungsprozessen
  • Externe Teilprojektleitung für laufende Veränderungsprojekte (Interims Change Management)
  • Analyse von Veränderungsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Veränderungskompetenz in Organisationseinheiten
  • Analyse und Entwicklung der Veränderungskultur im Gesamtunternehmen

Bei einer Neuausrichtung verändert die Bank-Organisation zunächst sich selbst und trägt dann die Veränderung in die gesamte Bank. Das erfordert methodisch gut sortiertes Change Management.

Vier von fünf Veränderungsprojekten scheitern. Die häufigsten Gründe: Mangelnde Kommunikation, fehlende Zielgruppenansprache, isolierte Change Teams, knappe Ressourcen und Mitarbeiterängste, die nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen. Change Management ist kein reines Fachthema, sondern eine empathische Kompetenz, ein Soft Skill, der sich systematisch aufbauen lässt. Eine Bank-Organisation, die sich zu einer Inhouse-Beratung weiterentwickelt und in dieser Rolle Veränderung im Unternehmen plant und umsetzt, erlebt diese Veränderung aus zwei Perspektiven:

  • Veränderung an sich selbst: Die Bank-Organisation lernt neue Methoden wie Prozessmanagement und Projektmanagement, stellt von „Run the Bank“ verstärkt auf „Change the Bank“ um und steht anschließend als interner Dienstleister für andere Fachbereiche zur Verfügung. Durch die Transformation in Ausrichtung und Aufgabengebieten, kennt die Organisationsabteilung die Zumutungen der Veränderung.
  • Bei der Umsetzung von Veränderungsprojekten nimmt die Bank-Organisation eine aktive Rolle ein und verändert Stellenbeschreibungen, Abteilungen und Prozesse in und für andere Organisationseinheiten. Am wichtigsten aber ist: Sie nimmt gemeinsam mit den Führungskräften die Mitarbeiter bei der Hand. In dieser Ausgangslage steckt die Notwendigkeit für ein methodisch sicheres Auftreten und ein professionelles Change Management als eigenständige Dienstleistung.

Change Framework für erfolgreiches Change Management

Procedera pflegt die Philosophie, den methodischen Mehrwert von Change Management nicht in einem standardisierten Prozess zu verorten, sondern in der Kompetenz, Veränderung aktiv zu steuern. Dafür existiert keine Universallösung. Jeder Kunde und jedes Projekt ist anders. Die Kunst im Change Management besteht darin, passende Lösungen zu komponieren, um individuelle Gefühlslagen im Unternehmen durch fundiertes Wissen und jahrelange Erfahrung zu erspüren und angemessen darauf zu reagieren. Procedera hat dafür ein drei Phasen umfassendes Change Framework entwickelt.

  1. Betroffenenanalyse: Jede Veränderung erzeugt Betroffene im Unternehmen, entweder bei einzelnen Mitarbeitern oder bei ganzen Abteilungen. Ein prozessorientiert aufgebautes Organisationshandbuch erleichtert die funktionale Zuordnung der damit verbundenen Auswirkungen enorm. Viele Unternehmen unterschätzen jedoch die soziale Betroffenheit der einzelnen Mitarbeiter. Mit Instrumenten, wie einer Power Map, lassen sich die individuelle Interessenlage aller Beteiligten und gegenseitige Verbindungen und Abhängigkeiten ermitteln und visuell darstellen. Ein dritter Aspekt stellt das Ausmaß der Veränderung dar. Ob Abteilungswechsel, IT-Updates, Outsourcing oder neu zugeordnete Aufgaben – jede Veränderung erzeugt an unterschiedlichsten Stellen verschieden hohen Druck. Darauf muss Change Management reagieren und das Projekt entsprechend mit steuern.
  2. Komposition: Kein Schema-F. Als Berater kennt Procedera zwar die Benchmarks für ein gelungenes Change Management, doch jedes Unternehmen ist verschieden. Entscheidend ist weniger, welche konkreten Change-Maßnahmen zum Einsatz kommen, sondern vielmehr, dass alle Notwendigkeiten für eine nachhaltige Veränderung abgedeckt werden. Procedera hat vier dieser Notwendigkeitsbereiche für ein nachhaltiges Change Management identifiziert: Maßgeschneiderte Kommunikation beispielsweise von Wandzeitungen bis zu Town Hall Meetings. Motivation beispielsweise durch das klare Aufzeigen konkreter Verbesserungen nach erfolgreichem Abschluss des Veränderungsprojekts und permanenter Management-Attention. Aufbau von Wissen beispielsweise durch Workshops und Trainings, damit die Mitarbeiter die neue Situation selbstbewusst meistern können – und Steuerung beispielsweise von Change Agents, die das Ohr am Puls der betroffenen Abteilungen haben.
  3. Projektierung: Change Management funktioniert nicht einfach so nebenbei. Alle entwickelten Maßnahmen müssen als eigenständige Teilprojekte mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet und gemanagt werden. Dazu gehört neben genügend zeitlichem Freiraum auch ein Budget im Rahmen des übergeordneten Projekts. Erfahrungsgemäß sollten erfahrene Projektleiter fünf bis zehn Prozent des Gesamtbudgets für Change Management einplanen.

Das Ziel dieses Frameworks: Adaptionsfähigkeit und Adaptionsbereitschaft der Organisation steigern, damit alle Beteiligten die Veränderung als etwas Positives, zumindest aber als Chance wahrnehmen.

Psychologie im Change Management

Warum Change Management funktioniert und notwendig ist, erklärt beispielsweise das folgende Experiment an der Harvard Business School: Mehrere Teilnehmer sollten zunächst eine einfache Aufbewahrungsbox entweder selbst zusammenbauen oder ein bereits montiertes Exemplar bloß auspacken. Danach gefragt, wie viel Geld sie bereit wären, für diese Box anschließend zu bezahlen, gaben die Teilnehmer einen um mehr als 60 Prozent höheren Preis für die selbst zusammengebaute Box an – und das, obwohl beide Boxen eine identische Beschaffenheit aufwiesen. Die Beteiligung am gestalterischen Prozess genießt offenbar eine so hohe Bedeutung, dass es als Ergebnis eigener Arbeit deutlich an Werthaltigkeit gewinnt. Diese Box ist die Veränderung – das Bedürfnis nach Mitgestaltung Anlass für Change Management.