Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)

Überblick: Leistungsangebote rund um MaRisk-Novellen

Procedera bietet angesichts der vielfältigen Herausforderungen rund um MaRisk-konforme Prozesse ein modular aufgebautes Leistungsspektrum für die Umsetzung an.

Die Modulleistungen von Procedera im Einzelnen:

  • Vorprojekt: MaRisk-Check zur Ermittlung des konkreten Handlungsbedarfs
  • OHB-Check zur Ermittlung von Optimierungspotenzialen im Anweisungswesen
  • Einführung von Risikokultur und Verhaltenskodex für Mitarbeiter
  • Auf- und Umbau eines zentralen Auslagerungswesens
  • Überprüfung und Auswahl von IT-Technik zur Risikodatenaggregation
  • Prozesserstellung für die Risikoberichterstattung
  • Anpassung von Prozessen zur Risikosteuerung
  • Klärung besonderer Funktionen im Unternehmen
  • Anpassung der Kreditprozesse an die Risikokultur
  • Einführung von „Cooling Off“-Regelungen

Gern stehen wir Ihnen auch für individuelle Schulungsmaßnahmen zur Verfügung.

Eine zeitgemäße Antwort auf MaRisk-Novellen lautet: prozessorientierte Ablauforganisation. Der Grund: Die Regulierung wirkt sich umfassend auf Konzernrichtlinien von Finanzunternehmen aus.

Erfolgsentscheidend für eine effiziente Umsetzung von MaRisk-Novellen ist ein prozessorientiert aufgebautes Organisationshandbuch (OHB). Nur so lässt sich eine effiziente Umsetzung bei den aktuellen und künftigen Regulierungsmaßnahmen – auch über die MaRisk hinaus – erreichen. Merkmale eines erfolgreichen MaRisk-Projekts sind eine schnelle Identifikation betroffener Konzernrichtlinien sowie eine belastbare Aussage über Folgekosten, die sich aus notwendigen Anpassungen ergeben. Beispiel Auslagerungen: Die BaFin erwartet künftig, dass bankinterne Mechanismen beispielsweise zum Risikocontrolling auch bei ausgelagerten Prozessen greifen. Die hierdurch entstehenden Kosten stellen die Kalkulation hinsichtlich der Sinnhaftigkeit von Auslagerungen auf eine völlig neue Grundlage.

MaRisk-Novelle 2016 stärkt prozessorientiertes Anweisungswesen

Procedera empfiehlt, MaRisk-konforme Prozesse im Zuge eines prozessorientierten Umbaus des Organisationshandbuchs einzuführen. Angesichts der Vielzahl betroffener Prozesse und der zahlreichen Reglementierungen, aus denen sich Änderungsbedarfe ergeben, lässt sich ein anderes Vorgehen kaum noch wirtschaftlich realisieren. Allein die aktuelle MaRisk-Novelle 2016 nimmt dabei viele  Entwicklungen aus international und national bereits gültigen Normen auf: dem Basler Papier zur Risikodatenaggregation und Risikoberichterstattung (BCBS 239), dem Papier „Guidance on Supervisory Interaction with financial institutions on Risk Culture“ des Financial Stability Boards (FSB), den „Guidelines on common procedures and methodologies for the SREP“ der Europäischen Bankenaufsicht EBA sowie CRR/CRD IV und der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. All diese Aspekte schlagen sich in der Schriftlich fixierten Ordnung (SfO) nieder.

Modulares Vorgehensmodell für MaRisk-Umsetzungen

Die konkrete MaRisk-Umsetzung beginnt mit einem Vorprojekt, um die betroffenen Prozesse im Haus zu ermitteln. Dieser MaRisk-Check bildet die Grundlage für ein abgestimmtes Vorgehen bei der Anpassung der Schriftlich fixierten Ordnung gemäß Prozessmodell. Häuser, die bereits einen OHB-Check gemacht haben und über ein prozessorientiertes Organisationshandbuch verfügen, profitieren dabei vom Know-how, das Procedera bereits in den Häusern erarbeitet hat.

Nach Abschluss des Vorprojekts entwickelt Procedera ein Maßnahmenpaket, das sämtliche Aspekte der MaRisk-Novelle abdeckt. Bei Bedarf lassen sich die folgenden Modulleistungen auch einzeln buchen:

  1. Einführung von Risikokultur und Verhaltenskodex: Die BaFin verlangt einen äußerst sensiblen Umgang mit Risiken und möchte sicherstellen, dass das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeitern dem Risikoprofil des Instituts entspricht. Procedera entwickelt ein Commitment für eine einheitliche Risikokultur und gewährleistet bei Bedarf die von der Aufsicht geforderte Anpassung der Schriftlich fixierten Ordnung.
  2. Auf- oder Umbau eines zentralen Auslagerungsmanagements: Ausgelagerte Prozesse und Unterauslagerungen verbleiben gemäß AT 9 MaRisk im Verantwortungsbereich der auslagernden Institute. Das macht ein zentrales Auslagerungsmanagement erforderlich sowie dessen Verankerung im Organigramm des Instituts. Procedera unterstützt zudem bei der Entwicklung und Anpassung von Prozessen sowie der Rahmenbedingungen zum Eingehen, Überwachen und Beendigen von Auslagerungen sowie der Neufassung von Musterauslagerungsverträgen.
  3. Überprüfung und Auswahl von IT-Technik zur Risikodatenaggregation: AT 4.3.4 MaRisk verschärft die Anforderungen an die Aggregation von Risikodaten einer Bank. Procedera ermittelt alle davon betroffenen IT-Systeme und unterstützt bei einer MaRisk-konformen IT-Anpassung.
  4. Optimierung der Risikoberichterstattung: AT 3 MaRisk zwingt die Institute zu einer erweiterten Risikoberichterstattung, die künftig auch die Marktbereiche Kreditgeschäft, Handel, Liquiditätsrisikomanagement und Treasury sowie Auslagerungen einschließt. Ein MaRisk-konformes Berichtswesen genügt zudem verschärften Anforderungen an die Adressatengerechtigkeit. Procedera entwickelt dafür ein individuelles Vorgehensmodell und gewährleistet eine aufsichtsrechtlich einwandfreie Prozess-Einführung
  5. Anpassung von Prozessen zur Risikosteuerung: Künftig müssen Banken die Methoden und Verfahren zur Risikobewertung offenlegen und ein Kontrollverfahren einführen, das zwischen Methodenentwicklung und tatsächlicher Validierung organisatorisch getrennt ist (AT 4.1 MaRisk). Darüber hinaus umfassen die zu steuernden Bereiche künftig auch IT-Risiken, Stresstests im Konzernfall, Erlösquoten im Verwertungsfall sowie Zinsänderungsrisiken. Procedera setzt diese Anforderungen um und gewährleistet eine Verzahnung mit dem Strategie- und Planungsprozess.
  6. Besondere Funktionen klären: Aufbauorganisatorisch stellt die MaRisk-Novelle 2016 stärkere Anforderungen an die Einbindung von Risikocontrolling-Funktion und Compliance-Funktion sowie Compliance in der Aufbauorganisation. Procedera entwickelt dafür einen Umsetzungsfahrplan und überprüft bestehende Rahmenwerke hinsichtlich Zugriffsrechten und Informationspflichten.
  7. Kreditgeschäft an die Risikokultur anpassen: Die mit der MaRisk 2016 eingeführte Risikokultur wirkt sich auf die Bewertung von Sicherheiten, Immobilienbewertungen, Kapitaldienstfähigkeitsberechnungen, Risikofrüherkennung, Intensivbetreuung, Sanierung, Risikoklassifizierung und Risikovorsorge sowie Abwicklung und Erlössammlung aus. Procedera übernimmt dabei die MaRisk-konforme Adjustierung der Kreditprozesse und Rahmenwerke.
  8. Einhaltung des „Cooling Off“: Mitarbeiter dürfen nicht mehr unmittelbar von Handels- und Vertriebsbereichen in Kontrollbereiche wechseln. Procedera passt die Kontrollprozesse des Instituts entsprechend an und entwickelt bedarfsweise passende High Level Controls.

Änderungsbedarfe ergeben sich darüber hinaus bei der individuellen Datenverarbeitung, der Archivierung von Rahmenwerken, Marktgerechtigkeitskontrollen und dem Prozess für neue Produkte (NPP). Zudem empfiehlt sich, im Zuge der MaRisk-Umsetzung die Schriftlich fixierte Ordnung auf mögliche Verbesserungen überprüfen zu lassen. Für diesen OHB-Check brauchen Sie nur wenige Tage zusätzlich einzuplanen.