Prozessmanagement ist ein Goldschatz.

Ein Artikel von Alexandra Heck  |  E alexandra.heck@procedera.de  |  T +49 3086008220

Digitale Transformation und steigende regulatorische Anforderungen – das sind die Herausforderungen, denen sich Bankorganisatoren heute stellen müssen, um ihr Haus in die Zukunft zu bringen. 

Jahreskongress 2018

Darin waren sich die Teilnehmer des diesjährigen Jahreskongresses der Procedera Consult GmbH einig. Am 13. und 14. September haben sich in Berlin rund 60 Experten, Referenten und Aussteller zum Thema „Prozessmanagement 2.0: Sicherheit im Regulatorikwahn ausgetauscht.

heck alexandra web

Digitale Transformation findet statt.

Und sie erfasst die gesamte Wirtschaftswelt, betonte Frank Heidemann, Digitalisation Evangelist und Geschäftsführer der SET GmbH aus Wangen. Die Frage sei nicht ob wir mitmachen, sondern ob wir am Ende übrigbleiben. Klingt hart, ist aber durchaus eine zentrale Frage, die sich Banken in Zeiten von Amazon, Paypal oder Ebay stellen müssen.

Was braucht es aber, um den Wandel einer Organisation erfolgreich zu machen? Ein wesentlicher Faktor, so erklärte Professor Dr. Jan Roxin von der Hochschule für Wirtschaft und Recht aus Berlin, sei die Initiativkraft von oben, Wandel sei Führungsaufgabe und verlange Unternehmergeist.

Die Zeit zu handeln ist jetzt.

Dass sich einige Banken bereits heute sehr offensiv mit den Anforderungen der digitalen Welt auseinander setzen, zeigte Jochen Wurster,  Abteilungsleiter Unternehmensservice der PSD Bank RheinNeckarSaar. Konsequent wurden interne Prozesse durch den Einsatz entsprechender Workflow-Templates Out-of-the-Box im ersten Schritt papierlos gestaltet und im zweiten Schritt automatisiert.

Auch Jürgen Nöther, Geschäftsführer der VR FinanzDienstLeistung GmbH aus Berlin verdeutlichte, dass der Weg in die Automatisierung über Robotic Process Automation (RPA) gelingt, wenn man seine eigenen Prozesse gut kennt und den Einstieg in diese neue Technologie als langfristige Investition betrachtet.

Frank Hummel und Thomas Birnstein, beide Vorstand der P3N AG aus Werdau, fokussierten auf das Thema Kostensenkung im Filialservice. Nachweislich konnten sie durch die Optimierung des Filialservice die Gesamtkosten im Bargeldverkehr in unterschiedlichen Häusern um bis zu 25 % senken.

Auch Uwe Stahlheber, Bereichsleiter Organisationsberatung der Nassauischen Sparkasse berichtete aus der Praxis. Sein Ziel lautete: „Mehr Effizienz durch die Vernetzung des IKS mit einem aktiven Prozessmanagement“. In diesem Kontext betonte er zwei Dinge. Zum einen lohne die Investition, unterschiedliche Interessengruppen auf einen gemeinsamen „Kurs“ einzuschwören. Zum anderen sei die strategische und operative Implementierung eines Prozessmanagementsystems ausschlaggebend für die Effizienzsteigerung.

Natürlich darf man bei Veränderungen die Regulatorik nicht aus dem Blick verlieren. Das machte Dirk Lötters, Bundesbankdirektor und Leiter Bankgeschäftliche Prüfungen bei der Bundesbank Hannover, deutlich. Dabei erfordere die Vielzahl der bankaufsichtlichen Anforderungen eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit in den Häusern.

Banken brauchen eine IT-Revolution.

Polarisiert hat der Exkurs von Jakob Freund, Geschäftsführer der Camunda Services GmbH, in die Welt der Prozessautomatisierung rund um BPMN, Workflow Automation, Microservices, Robotic Process Automation und Process Mining. Bezogen auf die Bankenbranche bedarf es seiner Auffassung nach einer IT-Revolution verbunden mit einem veränderten Selbstverständnis der Banken. Bankvorstände brauchen den Mut, Altsysteme über Bord zu werfen und IT wieder zur Kernkompetenz zu erklären. Für diese Revolution braucht es Bankvorstände, die Unternehmer sind. Bankvorstände, die es schaffen, den Fokus wieder auf den Kunden zu legen. Dann gelingt der Schritt in die Zukunft.

Genau diese Überzeugung bekräftigten Manuel Junker, Gründer und Beirat der Procedera Consult und Gisbert Beckmann, Geschäftsführer im Schlussvortrag „Banken überleben nur, wenn Vorstände zu Unternehmern werden“.

Und was hat das mit den Bankorganisatoren zu tun? Ganz einfach: Auf ihrem Weg zur „Bank von morgen“ brauchen Bankvorstände starke Bankorganisatoren, die wissen wo und wie sie den Goldschatz Prozessmanagement heben können.

Wir rufen Sie gern zurück.

Hinterlassen Sie uns Ihren Namen und Ihre Rufnummer. Wir melden uns umgehend bei Ihnen.

Ich habe die Hinweise zum Datenschutz gelesen und erkläre mich mit Absenden des Formulars mit diesen einverstanden.


Das könnte Sie auch interessieren

Handelsblatt: Die Beratungsfirma Procedera prüft, welches Kreditinstitut ein vollhaftender Bankier gerne betriebe

Wir haben uns in den vergangenen Monaten die Geschäftsberichte von über 1.700 Kreditinstituten in Deutschland angeschaut und diese anhand von Kennzahlen analysiert. Unser Ziel: die Glaubenssätze in der Bankenwelt auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Artikel lesen

Strategie: Die Bank der Zukunft ist eine Softwareschmiede

Banken verlieren ihre Rolle als reine Organisatoren des Bankgeschäfts. Künftig ginge es darum, innovative Produkte zu verbreiten, eigenständige Ökosysteme zu entwickeln und Partner darin einzubinden, prognostiziert IBM in einer Studie. Dafür brauchen die Institute ein tiefes Verständnis digitaler Technologien. Sie müssen sich selbst neu erfinden, als Softwareunternehmen, die Bankservices anbieten.

Artikel lesen

Prozessmanagement ist ein Goldschatz.

Digitale Transformation und steigende regulatorische Anforderungen – das sind die Herausforderungen, denen sich Bankorganisatoren heute stellen müssen, um ihr Haus in die Zukunft zu bringen. 

Artikel lesen

Veränderung ist immer!

Auf den Zug des Wandels aufspringen: oder am Bahnhof der Erinnerung zurückbleiben. Vor diesen beiden Alternativen stehen Führungskräfte in der VUCA-Welt. Ilja Grzeskowitz über immer währenden Change.

Artikel lesen

Wenn Banken Prozesse mit Kultur verwechseln

Ein Prozess ist ein Prozess: Kultur lässt sich nicht verordnen. Wer Prozesse erfindet, schriftlich fest hält und in Zielvereinbarungen hinein schreibt - der verschwendet seine Zeit. Man geht die Extrameile freiwillig- oder gar nicht.

Artikel lesen

Zukunft gemeinschaftlich gestalten

Zukunft heißt wollen: Wer sich nur mit der Gegenwart beschäftigt, lässt sich treiben. Doch die Bank von morgen muss aktiv gestalten - Zeit für eine neue Vertrauenskultur in der Finanzbranche.

Artikel lesen

Darum scheitern Top-Teams

Nehmen Sie die Leute, wie sie sind: Eins plus Eins = Zwei? Die Zusammenstellung von Top-Teams ist mehr als die Addition verschiedener Kompetenzen. Fünf Erfolgsfaktoren für Spitzenteams.

Artikel lesen