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Warum ist Prozessmanagement spezifisch für deutsche Banken eigentlich relevant? Teil 3

Teil 3

Es folgt der dritte Teil der Serie "Warum ist Prozessmanagement spezifisch für deutsche Banken eigentlich relevant?" mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und Automatisierung. Denn Prozessmanagement ist die Grundvoraussetzung für Digitalisierung und Automatisierung.


Digitalisierung und Automatisierung

Diese beiden Begriffe sind eng mit dem Prozessmanagement verbunden und es gilt inzwischen als selbstverständlich, dass es dabei um die Zukunftstrends geht, die die Finanzindustrie in den kommenden Jahren prägen werden. Zum Teil ist dies auch völlig richtig. Bei Geld handelt es sich um das ultimative Commodity und seine Verarbeitung bietet sich für die Digitalisierung und Automatisierung geradezu an. Jedoch muss sich jede Bank die Frage stellen, mit welchen Dienstleistungen beim Kunden sie eigentlich ihr Geld verdient oder anders ausgedrückt, wo und wie eigentlich die Wertschöpfung geschieht.

Besonders deutlich wird dies bei der Betrachtung der Finanzunternehmen, die bereits eine hohe Stufe des Prozessmanagements erreicht haben. Neben einigen wenigen Großbanken handelt es sich in den meisten Fällen dabei um Finanzdienstleister, die ein eher schmales Leistungsspektrum in hohen Stückzahlen preisgünstig anbieten. Diese Beschreibung trifft übrigens auch auf die meisten FinTechs zu, nicht jedoch auf die normale deutsche Geschäftsbank, die im Regelfall eine Universalbank ist.

Das Handeln von Wertpapieren oder die Abwicklung von Geldtransaktionen kann unstreitig am effizientesten von großen, sehr technisch orientierten Unternehmen geleistet werden, die eine hohe IT-Affinität aufweisen. Hier gilt der alte Grundsatz „Size matters“!

Der größte Teil der deutschen Banken bietet jedoch ein mehr oder weniger breites Leistungsspektrum ihren Kunden unmittelbar an. Ist es also sinnvoll, dass jede dieser Banken selbst versucht, hier eine entsprechende „Fabrik“ für diese Funktionen aufzubauen? Für viele Banken müsste sich viel eher die Frage stellen, warum Prozesse, die sich für die Digitalisierung und Automatisierung eignen, nicht ausgelagert werden, weil die eigene Stärke eigentlich die Kundenschnittstelle ist. In einem gewissen Umfang kann natürlich auch für diese Kundenschnittstelle eine Digitalisierung und sogar eine Automatisierung hilfreich sein. Sie hat an dieser Stelle jedoch keineswegs die Bedeutung, die sie zum Beispiel bei einem FinTech oder auch in der Autoindustrie hat.


Fazit

Digitalisierung und Automatisierung brauchen, um sinnvoll implementiert werden zu können, eine belastbare Grundlage darüber, wie die Wertschöpfung im Unternehmen eigentlich erbracht wird. Prozessmanagement ist im höchsten Maße geeignet, diese Grundlage zu schaffen. Kleine und mittlere Banken müssen sich allerdings strategisch fragen, ob statt einer Digitalisierung in vielen Fällen nicht ein Outsourcing oder die Nutzung von Plattformen die effizientere Lösung wäre!

 

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