Claudia Meier spricht am 21. November 2016 zur Zukunft der Banken. Ihre These: „Made in Germany“ hat inzwischen 15 Jahre Vorsprung auf „Finance in Germany“ – das Qualitätssiegel der deutschen Wirtschaft hängt die Banken ab. Der Grund: Viel eher und vor allem noch konsequenter als die Finanzindustrie hat sich das produzierende Gewerbe darum gekümmert, ein sauberes Prozessmodell zu entwickeln und technologisch zu unterstützen.

Die Institute brauchen das Rennen aber noch längst nicht verlorengeben. Prozessorientiert strukturierte Organisationshandbücher lassen sich mit am Markt verfügbaren und bereits bewährten Software-Suiten schnell entwickeln – und die dafür erforderliche Prozesskultur lässt sich lernen. Claudia Meier zeichnet die Entwicklungslinien der BPM-Software nach und legt offen, wie Banken den Vorsprung verkürzen können.

Im aktuellen Marktumfeld ist das mehr als nur die Kür. Es ist eine Pflichtübung. Nicht nur zeigen die monatlichen Bundesbankberichte, dass die Bürger unter der Niedrigzinspolitik leiden – und Milliarden verlieren. Das Niveau der Zinsgutschriften hat sich zwischen 2009 und 2015 auf gut ein Drittel früherer Werte verringert. Auch die Banken müssen handeln. Und es zeigt sich, dass ein besonders naheliegendes Instrument ins Leere zielt: Gebühren. Vor allem Sparkassen und Volksbanken locken mit Kopfhörern, Malbüchern und Eintrittskarten für den Zoo junge Sparer an. Doch mit dem ersten Gehalt und den dann häufig zum ersten Mal erhobenen Gebühren für das Konto kehren viele der aufwendig geworbenen Jungkunden der Bank den Rücken.

Die Bankorganisation der Zukunft handelt prozessorientiert

Die Innovation muss also aus der Bank selbst kommen. Von der Industrie wachgeküsst – so lautet der Titel einer Diskussionsrunde, die den ersten Kongresstag zur „Bankorganisation der Zukunft“ abschließt. Hersteller und Anwender diskutieren über Chancen, Risiken und wesentliche Voraussetzungen, um Prozessmanagement erfolgreich in Banken und Sparkassen einzuführen – eine Investition, die sich langfristig auf jeden Fall auszahlt. Statt wie ein großer Tanker langsam den Kurs zu wechseln, können sich die Institute mit gutem Prozessmanagement zu einem Schnellboot entwickeln. Kleine Institute, die keine großen Stäbe vorhalten, profitieren besonders. Sie kommen auch bei stürmischer See wieder auf Kurs, wenn es darum geht, das Leistungsversprechen für die eigene Zielgruppe passgenau im Prozessmodell abbilden zu können.

Der Kongress „Zukunft der Bankorganisation“ wird ausgerichtet vom Banking Club und findet statt vom 21. bis 22. November 2016 in Köln. Die vollständige Agenda und Möglichkeiten zur Anmeldungen sind auf der Webseite des Banking Club erreichbar: Hier klicken.